5. Mär 2008
Die vielfältige Landschaft der Online-Bezahlverfahren ist für viele Händler und die meisten Kunden eher verwirrend. Wohl ein Grund dafür, dass viele traditionelle Bezahlverfahren im Online-Markt bestehen bleiben. Jedoch werde auch an neuen Verfahren geforscht, was Experten ausdrücklich begrüßen - trotz der Vielfalt der Verfahren. Das geht aus einer Studie des E-Commerce-Centers Handel am Institut für Handelsforschung an der Universität zu Köln, der fiveforces GmbH für Unternehmensberatung und der Sektion Geld und Währung des Instituts für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung der Universität Karlsruhe hervor.
80 Prozent der befragten Händler bieten die Zahlung per Vorauskasse, über 50 Prozent die Zahlung nach Rechnungsstellung oder per Nachnahme an. Zahlung per Lastschrift, Kreditkarte und Paypal werden jeweils von mehr als einem Drittel der Händler angeboten. Dabei verzeichnet Paypal das größte Wachstum innerhalb der letzten zwei Jahre. Von 30 auf 45 Prozent Durchdringung kommt das Bezahlverfahren bei den Händlern.
Durchschnittlich bieten die Händler 3,9 verschiedene Zahlungsverfahren an, planen jedoch bis Ende 2008 im Durchschnitt 1,5 neue Zahlungsverfahren einzuführen. Am beliebtesten bei den Händlern ist immer noch die Vorauskasse, gefolgt von Kreditkarte, Lastschrift und Paypal. Mobile-Payment wird eher schlecht bewertet. Etwas verwundert jedoch: Viele Händler betreiben kein oder nur ein oberflächliches Risiko-Management. Doch die Zahlungsausfälle sind moderat. Bei 62 Prozent der befragten Händler betragen die Ausfälle bis zu einem Prozent des Umsatzes. SEPA - der europäische Zahlungsraum - ist für die meisten Händler noch kein Thema.
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